Zug July 1st 2016

Seit Freitagmorgen können Zuger bei der Stadtverwaltung mit Bitcoins zahlen. Damit ist Zug die erste Gemeinde, die die Internet-Währung akzeptiert.

Die Stadt Zug hat am Freitagvormittag ihr Bitcoin-Pilotprojektgestartet. Bis Ende Jahr können im Stadthaus sämtliche Dienstleistungen der Einwohnerkontrolle bis zu einem Gegenwert von 200 Franken mit der Internetwährung bezahlt werden.

Nach dem halbjährigen Testlauf wird der Stadtrat darüber entscheiden, ob das Bitcoin-Pionierprojekt abgebrochen oder sogar ausgeweitet wird. Es wäre also möglich, dass Zugerinnen und Zuger künftig auch andere Dienstleistungen der Stadt mit Bitcoins bezahlen können.

«Es geht uns um die Botschaft»

Stadtpräsident Dolfi Müller erwartet allerdings nicht, dass es bei der Zuger Stadtverwaltung schon bald Hunderte von Bitcoin-Transaktionen geben wird. «Es geht uns um die Botschaft», betont er. Der Stadtrat wolle mit dem Projekt ihre Offenheit für neue Technologien zum Ausdruck bringen und frühzeitig eigene Erfahrungen sammeln.

Leumundszeugnis kostet 0,03 Bitcoins

Bitcoin ist eine digitale Geldeinheit, mit der Überweisungen direkt zwischen den Nutzern über das Internet abgewickelt werden können. Die Überweisung von Bitcoins wird in Transaktionen abgewickelt, die ähnlich funktionieren wie bei einer Banküberweisung, jedoch ohne Bank.

Der Kurswert von Bitcoins ergibt sich aufgrund von Angebot und Nachfrage. So kostet beispielsweise die Ausstellung des Leumundszeugnisses oder eine Wohnsitzbescheinigung derzeit 0,03 Bitcoins, was 20 Franken entspricht.

 

Source: http://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/Zuger-koennen-jetzt-mit-Bitcoins-zahlen-10840334